Max und Moritz-Preis 2012 für Simon Schwartz

12.06.2012

Der Max und Moritz-Preis für den "Besten deutschsprachigen Comic"ging in diesem Jahr an die Graphic Novel "Packeis" von Simon Schwartz!

Am Abend des 8. Juni wurden im Erlanger Markgrafentheater die Max und Moritz-Preise 2012 vergeben. Der Max und Moritz-Preis, der im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Comic-Salons verliehen wird, gilt als die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum. Im Vorfeld der Preisverleihung war eine Liste mit 25 nominierten Titeln bekannt gegeben worden.

Aus der Laudatio der Jury heißt es über "Packeis":

Der beste Comic eines deutschsprachigen Zeichners kommt in diesem Jahr aus der Kälte. Aus den Schrecken des Eises und der Finsternis, um Christoph Ransmayr zu zitieren. Simon Schwartz führt uns in seinem zweiten Buch „Packeis“ an den Nordpol – so wie Commander Robert Peary den Protagonisten dieser Geschichte, den farbigen Schiffsjungen Matthew Henson, dorthin führt. Es spricht viel dafür, dass Henson der erste Mensch am Pol war, aber das durfte im Jahr 1909 niemand wissen, denn Peary war ein Weißer, und ein Schwarzer durfte ihm nicht im ewigen Weiß zuvorgekommen sein. Auf jeden Fall war Henson einer der wichtigsten Helfer von Peary, und selbst das erschien seinerzeit ehrenrührig. Und bis heute, mehr als hundert Jahre nach dem damals weltbewegenden Ereignis, hat dieses Verschweigen von Hensons Leistung Bestand.

Der Jury für den Max und Moritz-Preis gehörten in diesem Jahr an: Christian Gasser (Schriftsteller und Journalist, Luzern), Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg), Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Universität Hamburg), Andreas C. Knigge (Autor und Journalist, Hamburg), Andreas Platthaus (Journalist und Autor, Frankfurt am Main), Jan Taussig (Bulls Press, Frankfurt am Main) und Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen).

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