In ihrem Werk "Der Duft der Kiefern" ist Bianca Schaalburg selbst die Hauptfigur. Eines Tages begann sie, die Geschichte ihrer weitverzweigten Familie zu erforschen. Was haben ihre
Verwandten im Krieg gemacht, im Nationalsozialismus? Wie war das im geteilten Deutschland und nach der Wiedervereinigung?
Bilder jüdischen Lebens
Es beginnt damit, dass ihre demente Großmutter Else ins Pflegeheim kommt. Elses Erinnerungen schwinden, die Menschen, die Geheimnisse. Immer mehr muss Bianca, wenn sie das alles
aufschreibt und malt, ihre Imagination einsetzen, mit kräftigen, ganz diversen Malstilen. Sie nutzt Dokumente offizieller Stellen, die sie mit ihrem Sohn Emile konsultiert – die
beiden vereint die Lust an der Recherche. Von vielen jüdischen Leben blieben nur Namen auf Stolpersteinen, drei dieser Leben malt Bianca sich aus: Deportation, Theresienstadt,
Gaskammern. Irgendwann kann es keine Bilder mehr dafür geben, es bleiben nur Worte, und irgendwann sind auch diese nicht mehr möglich ...
Die Künstlerin
Bianca Schaalburg, geboren und aufgewachsen in Berlin, veröffentlichte schon vor ihrem Studium der Visuellen Kommunikation an der Universität der Künste ihre erste Comic-Seite im
Stadtmagazin „zitty“. Das erste illustrierte Buch erschien 1991. Mittlerweile arbeitet sie als freie Illustratorin für Verlage, Redaktionen und Agenturen. Zahlreiche Arbeiten im
Bereich Kinder- und Jugendbuch sind unter anderem bei Cornelsen, dtv, Fischer-Sauerländer, Oetinger, Ravensburger und Tulipan erschienen. Sie gewann den Comic Contest der "Comic
Invasion Berlin" 2019 und war Finalistin beim Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung 2021.
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