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06.02. | Lesung mit Birgit Weyhe | Kassel

Wie prägt Schweigen unsere Erinnerung – und wessen Stimmen gehen darin verloren?

 

In ihrer Graphic Novel Schweigen erzählt Birgit Weyhe die bewegenden Lebensgeschichten zweier Frauen, deren Schicksale auf tragische Weise miteinander verbunden sind: Ellen Marx, die 1939 als 17-jährige Jüdin vor den Nationalsozialisten nach Buenos Aires flieht, verliert ihre Familie im Holocaust – und Jahrzehnte später auch ihre Tochter Nora, die während der argentinischen Militärdiktatur „verschwindet“. Elisabeth Käsemann, Tochter eines deutschen Theologen, engagiert sich in Buenos Aires in sozialen Bewegungen und wird 1977 Opfer staatlicher Gewalt. Ihr Tod bleibt von der deutschen Diplomatie weitgehend unbeachtet – ein erschütterndes Zeugnis politischer Verdrängung.

 

Schweigen erinnert an diese beiden Frauen und stellt die Frage, wie Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage zusammenhängen. Birgit Weyhe wird im Rahmen des 7. Festivals für Grafisches Erzählen 2026 in Kassel aus ihrer Graphic Novel lesen.

 

Freitag, 06. Februar 2026 | 19:00 Uhr

Literaturhaus Kassel

Palais Bellevue

Schöne Aussicht 2

34117 Kassel

 

Foto: Vera Drebusch