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05.05. | Lesung mit Lenz Mosbacher | Wien

Filz und Fett, Hut und Weste, Aktion und Mythos: Kaum eine Künstler:innenfigur der Nachkriegszeit ist so ikonisch und zugleich so umstritten wie Joseph Beuys. Der Comiczeichner und Autor Lenz Mosbacher hat sich dieser rätselhaften Persönlichkeit nun auf ungewöhnliche Weise genähert.

In seinem neuen Comic Beuys – Die Erfindung der Wahrheit verbindet er historische Episoden mit fiktiven Begegnungen und setzt den Aktionskünstler in ein vielstimmiges Gespräch mit Figuren wie Susan Sontag, Ulrike Meinhof oder einer Klimaaktivistin der Gegenwart. So entsteht kein klassisches Porträt, sondern ein dichtes Geflecht aus Bildern, Gedanken und Geschichten, das Beuys’ Ideen ebenso ernst nimmt wie seine Inszenierung hinterfragt. Was hätte Beuys mit dem Kojoten seiner berühmten New Yorker Performance gesprochen? Wie würden seine Vorstellungen von Intuition, Kunst und politischer Verantwortung heute diskutiert? Und was bleibt von Beuys, wenn man die ikonischen Bilder beiseite lässt?

Im Literaturhaus Wien stellt Lenz Mosbacher seinen neuen Comic vor und spricht über seine Recherche, über das Erzählen mit Bildern und über die Frage, warum Joseph Beuys gerade heute wieder Anlass zu Debatten bietet. Durch den Abend führt Katharina Serles, Vorstandsmitglied der OeGeC und ausgewiesene Expertin für grafische Literatur.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Österreichischen Gesellschaft für Comics (OeGeC)

Dienstag, 5. Mai | 19 Uhr

Literaturhaus Wien

Seidengasse 13

1070 Wien

 

Foto: Zoe Opratko