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19.06. | Lesung mit Birgit Weyhe | Freiburg

Birgit Weyhe liest im Literaturhaus Freiburg aus ihrer Graphic Novel Schweigen.

 

Das Schweigen über Menschenrechtsverletzungen nutzt Täter*innen und verhindert das Gedenken an die Opfer. Birgit Weyhe bricht das „Schweigen“ und erzählt ein kaum bekanntes Kapitel deutsch-argentinischer Geschichte: Ellen Marx war 17, als sie in Buenos Aires ankam. Als Jüdin musste sie 1939 aus Nazi-Deutschland fliehen. 30 Jahre später ging Elisabeth Käsemann als politisch engagierte Studentin nach Argentinien.

 

Wie Ellens Tochter Nora Marx wurde sie Opfer der Militärdiktatur, deren Gegner*innen in den 1970er Jahren in Folterlagern verschwanden. Das Auswärtige Amt schwieg – aufgrund wirtschaftlicher Interessen und der geplanten Fußball-WM in Argentinien.

 

„Für mich ist Erinnerung zu einem Akt des Widerstands geworden“, sagt Birgit Weyhe und setzt dem Vergessen in ihrer Graphic Novel eindrucksvolle Bilder entgegen. Ins Gespräch darüber kommt sie mit Ella Detscher vom Dokumentationszentrum Nationalsozialismus.

 

Aus der Reihe „Kompass: 8 Visionen“, Moderation: Ella Detscher

 

Freitag, 19. Juni 2025 | 17:30 Uhr

Freundeskreis-Auditorium des Augustinermuseum

Augustinerplatz

79098 Freiburg im Breisgau

 

 

Eintritt: 10/8 Euro

 

© Vera Drebusch