Fernando Fernández (*1940 in Barcelona; †2010 ebenda) war Comiczeichner, Illustrator, Coverkünstler und Maler und zählt zu den bedeutendsten Erneuerern des spanischen Comics zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren. Mit seinem unverwechselbaren, malerischen Stil verband er Illustration und grafisches Erzählen zu einer außergewöhnlichen Bildsprache.
Seine Karriere begann mit dem täglichen Comicstrip La Mosca für den Diario de Barcelona. In den frühen 1970er-Jahren veröffentlichte er eigene fantastische und experimentelle Geschichten in den US-amerikanischen Magazinen Vampirellaund Eerie (Warren Publishing). Parallel dazu arbeitete er als Illustrator für Verlage wie Dell, Bantam, Random House, New American Library und McMillan.
Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Science-Fiction-Serie Zora y los Hibernautas, L'Uomo di Cuba sowie die Buchreihe Ciencia y Aventura. Internationale Anerkennung erlangte er vor allem mit seiner 1982 erschienenen Adaption von Bram Stokers Dracula, die zunächst im spanischen Magazin Creepy veröffentlicht wurde. Die Graphic Novel gilt bis heute als eine der bedeutendsten Comicadaptionen des Romans und erschien in zahlreichen Ländern, darunter Italien, Frankreich, Deutschland und die USA.
Fernando Fernández integrierte wie kaum ein anderer malerische Techniken in das Medium Comic und schuf ein Werk von außergewöhnlicher visueller Kraft. Sein Einfluss auf den europäischen Comic wirkt bis heute nach.
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