Madeleine Riffaud

Madeleine Riffaud (* 23. August 1924 in Arvillers) ist eine französische Dichterin, Journalistin, Kriegsberichterstatterin und war Mitglied des französischen Widerstandes der Résistance.

 

Madeleine Riffaud ist noch minderjährig, als sie nach Paris kommt und sich einem studentischen Widerstandsnetzwerk anschließt. 1944 schließt sie sich dem bewaffneten Kampf an und befolgt die Befehle: Es werden Landungen vorbereitet, die Aktionen gegen die Besatzer müssen intensiviert werden. Sie wird gefangen genommen, gefoltert und mehrmals zum Tode verurteilt. Dennoch kehrt sie rechtzeitig zurück, um an der Seite ihrer Mitstreiter:innen zu kämpfen und die Hauptstadt zu befreien.

Nach der Befreiung traf sie Vercors, Pablo Picasso, der ihr Porträt zeichnete, und vor allem Paul Éluard, mit dem sie eine wunderbare Freundschaft schloss. Er war von ihrem literarischen Talent beeindruckt und ermutigte sie zum Schreiben. Sie veröffentlichte Gedichtbände und arbeitete journalistisch für mehrere Zeitungen.

Die Begegnung mit Ho Chi Minh und die erste Reise nach Hanoi bestimmen ihre Zukunft als Kriegsreporterin. Ihr Fokus war es den Kolonialismus anzuprangern, den Widerstandsgeist auf der ganzen Welt zu suchen und über ihren Kampf für die Freiheit zu berichten: Sie berichtet insbesondere über den Algerienkrieg und den Vietnamkrieg.

Als sie in den 70er Jahren nach Paris zurückkehrte, entschied sie sich, inkognito als Saalmädchen in einem Krankenhaus zu arbeiten. Sie teilte den Alltag der Krankenschwestern, Pflegerinnen und Reinigungskräftem. In ihrem Bestseller "Les Linges de la Nuit" erzählt sie von den Gefahren, die im öffentlichen Krankenhaus lauern, und von deren empörenden Arbeitsbedingungen.

 

Mit dem Auftaktband der vielbeachteten Madeleine-Trilogie gewann sie den Prix René Goscinny 2022.

 



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